Der ganz persönliche Blick in meinen Plattenschrank, ... der mittlerweile auch nicht mehr wirklich immer wöchentlich erfolgt. ;-)
26 Oktober 2024
Melissa Etheridge - Unplugged / Brooklyn Academy of Music, 21st March 1995 (2017, Unofficial Release)
19 Oktober 2024
The Catch - "25 Years" (1983, 7" Single)
Ausnahmsweise gibt es diesmal eine 7" Single der Woche und kein komplettes Album. Keine Angst! Das wird nicht oft vorkommen. Davon besitze ich nämlich nur relativ wenige, aber seit dieser Woche eben eine mehr.
"25 Years" war einer der ersten Songs, den ich mit meinem Geracord GC 6020-Kassettenrecorder 1983 aus dem Radio mitgeschnitten habe. (Ich war also gerade 13 geworden). Das Ding kostete 605,- Ost-Mark und verschlang damit damals locker einen normalen Monatslohn in der DDR. Ich plünderte mein gesamtes Erspartes und ging zusätzlich noch regelmäßig Altpapier und Glasflaschen in der Nachbarschaft sammeln, die man an sogenannten SERO-Annahmestellen gegen Geld abgeben konnte. (SERO steht dabei für Sekundärrohstoffe). Übrigens kostetet eine normale 60 Minuten Fe-Leerkassette 20,- Ost-Mark und eine Cr-Kassette sogar 30,-Ost-Mark. Jedenfalls hatte ich dann sehr schnell die wöchentliche Radio-Hitparade freitags 18:00 Uhr auf Bayern3 für mich entdeckt, um die angesagte Musik aus dem Radio mit zuschneiden. ... und "25 Years" von The Catch war einer der ersten Songs auf meiner einzigen Kassette, die ich zunächst besaß ... und ich fand den Song so cool und dudelte das Lied jede freie Minute (mehr hatte ich ja auch nicht zum Abspielen. (*lach laut*).
The Catch ist ein britisches Duo, welches 1983 von zwei Studiomusikern gegründet wurde und ein typisches One-Hit-Wonder war. ... und das auch nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im restlichen Teil der Welt blieb das Projekt weitgehend erfolglos. Bereits die B-Seite der Single klingt schon sehr beliebig.
Jedenfalls habe ich "25 Years"dann vor ca. zwei Wochen seit ewigen Zeiten mal wieder im Radio gehört und brauchte auch einen Moment um zu schnallen, welche Song das überhaupt ist. ... Dann kamen aber die Erinnerungen mit voller Wucht zurück! ... Für mich war sofort klar, dass ich das auf Vinyl brauche. Der Rest ist Ebay-Geschichte.
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12 Oktober 2024
The Police - "Reggatta De Blanc" (1979)
"Reggattta De Blanc" ist mir in dieser Woche in die Hände gefallen, als ich auf der Suche nach einem richtigen Klassiker war - einem Album, welches praktisch jeder kennt, was quasi jeder hat, welches faktisch jeder mitsingen oder -stampfen kann - zumindest wenn er oder sie aus meiner musikalischen Zeit stammt. Ja ... auf sowas hatte ich mal wieder Bock!
"Reggatta De Blanc" ist für mich DAS Police-Album schlechthin. Es drückt alles aus wofür The Police musikalisch steht. Es enthält viele der Hits der Band, die auch heute noch im Radio gespielt werden.
Dabei habe ich The Police auch erst um 1983 wahrgenommen, als ich meinen ersten Kassettenrecorder bekommen hatte und ich ständig mit zwei steifen Fingern vor dem Radio zum Aufnahmen der Songs saß. The Police mit Frontmann Sting fielen für mich damals etwas aus dem musikalischen Rahmen. Sie machten ihren ganz eigenen avangardistischen Mix und hatten eben nichts mit dem damaligen Synthie-Pop, Disco-Funk, Punk oder klassischem Rock zu tun. Vielmehr brachten sie das Ganze zu einer einzigartigen Symbiose zusammen. ... und das machten sie sehr erfolgreich. The Police gehörten in den 1980ern zu den absolut angesagtesten Bands. Hits wie "Message In the Bottle", "Walking On the Moon" oder "It's Alright For You" schmücken die Playlisten der Radio-Sender in puncto All-Time-Hits bis heute. Das muss man den 1980ern tatsächlich lassen: stilistisch ging da Einiges!
Nach insgesamt fünf Studio-Alben widmeten sich die Bandmitglieder dann ab Mitte der 1980er Jahren ihren Solo-Karrieren und The Police waren hinsichtlich neuem Material Geschichte. Außer von Sting habe ich von niemandem später was gehört. Sting macht bis heute teilweise recht schöne Sachen ... Aber dazu vielleicht mal in einer anderen Woche.
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05 Oktober 2024
Slomosa - "Tundra Rock" (2024)
Vor ziemlich genau drei Wochen ist dieses zweite Album "Tundra Rock" der norwegischen Band Slomosa erschienen. Seit dem lief es bei mir gefühlt in Dauerschleife über Spotify. Einfach göttlich! Stoner- und Dessert-Rock wie er sein muss! Seit gestern besitze ich auch die entsprechende Hardware dazu, und zwar als limitierte white/marble Edition. Gekauft habe ich diese auf dem gestrigen Konzert der Band im Forum zu Bielefeld. Krasser Abriss! Es hat mich schon sehr erstaunt, welche textsichere Fanbase diese junge Band, bei gerade mal zwei Alben, hier zusammengetrommelt hat. Die Hütte war voll! ... und das lag nicht an dem zweifellos ebenso genialen Support von Psychlona und Greenleaf.
Das selbstbetitelte Debüt "Slomosa" hatte ich ja schon im Resümee des diesjährigen Freak Valley Festivals zum Album der Woche im Juni gekürt, und damit zum Ausruck gebracht, welche tiefen musikalischen Spuren Slomosa bei mir schon hinterlassen hatten. Mit dem zweiten Album und ihren bisherigen Liveperformances sind sie nun endgültig in meiner persönlichen Hall of Fame angekommen.
28 September 2024
rýr - "Transient" (2022)
Zum Album dieser Woche habe ich selbst vor ungefähr einem Jahr mal auf Facebook gepostet: "Ein musikalischer Spaziergang durch Berlin Marzahn (oder meinetwegen auch durch das Chemnitzer Heckert-Gebiet) an einem naß-kalten und trüben Novembermorgen." ... und genau das ist es! Worum es hier gehen soll, verrät schon das Cover. Trostlose Plattenbauarchitektur wird hier mit emotionsloser Kälte wunderbar in Szene gesetzt. Wir steigen mit rýr und "Transient" ganz tief in Post Metal oder meinetwegen auch in Instrumental Doom ab. Bekanntlich mag ich insbesondere Musik, die es schafft, bewegte Bilder in meinem Kopf ablaufen zu lassen ... und das schafft "Transient" mühelos.
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20 September 2024
The Who - "Live At Leeds" (1970)
Geburtstag! - Während ich normalerweise meine Wahl zum "Album der Woche" eher spontan gestalte, habe ich diesmal bewußt ins Musikjahr 1970 zurückgeblickt und geschaut, welche Veröffentlichung aus meinem Geburtsjahr ,würdig erscheint meinen Jubeltag als "Album der Woche" mit mir zu zelebrieren. Dabei wurde direkt wieder klar, welch großartiger Jahrgang 1970 auch musikalisch eigentlich ist. Neben The Who, haben auch Bands wie The Doors, die Beatles, Pink Floyd und Led Zeppelin großartige Alben veröffentlicht. D. h. ich habe auch in den kommenden Jahren für meine Geburtstagswoche immer genug Stoff für diesen Blog.
Das Album selbst, habe ich erstmals vor einigen Jahren beim Auto fahren gehört. Da wurde es im Radio in einer Sondersendung besprochen, und für mich war sofort klar, dass ich das unbedingt haben mußte. The Who kenne ich natürlich schon, seit ich begonnen hatte, mich als Jungspunt, für Musik zu interessieren. Das Besondere an "Live At Leeds" ist die coole Live-Atmosphäre, die auf dem gesamten Album rüber kommt und es enthält alle Hits aus der Frühphase der Band, und zwar in besseren, kraftvolleren Versionen als den Studio Aufnahmen. ... 54 Jahre (!!!) alte Power! Rock It!
bei Spotify anhören14 September 2024
David Gilmour - Luck And Strange (2024)
Das Album dieser Woche besitze ich noch gar nicht. Es ist auch erst vor einer Wochen erschienen. Seit dem verdient Meister Gilmour mal wieder mit Spotify-Streams ordentlich an mir. Das Album läuft gefühlt in Dauerschleife und ich muss sagen, was der Pink-Floyd-Frontmann hier abgeliefert hat, ist wirklich eine Klasse für sich. Das sehe ich offensichtlich nicht alleine so, denn das Album ist direkt in den britischen und deutschen Charts auf Platz 1 eingestiegen. Wo ich beim Vorgänger "Rattle That Lock" etwas bekrittelt hatte, dass sich David Gilmour zu sehr auf seine Alt-Herren-Rolle zu rück zieht, findet er hier eine perfekte Mischung aus entspanntem Plätschern, astreinem Blues und schneidendem Rock... und er läßt auch seine Gitarre mal wieder von der Leine. Meinen (momentanen) Lieblingssong singt allerdings Gilmour gar nicht selbst, sondern seine Tochter Romany. "Between Two Points" ist einfach ein toller Song, bei dem ich tatsächlich beim ersten Hören den Atem angehalten habe. Häufig geht es schief, wenn Stars ihre Kinder protegieren. Das scheint hier anders zu sein. Romany ist eine sehr sympatische junge Frau und endlich mal jemand aus der Pink-Floyd-Ecke der singen kann! Ich bin neugierig darauf, bald mal mehr von ihr zu hören. Dann vielleicht auch mal eigenes Zeug. Bei den Genen reichts dann sicherlich auch zu einem "Album der Woche". ;-)
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