07 März 2026

Neil Young - "Dorothy Chandler Pavilion Live 1971" (2022)

Neil Young ist einer der Künstler, die mich zwar schon mein ganzes Leben über musikalisch begleiten, denen ich aber irgenwie niemals wirklich meine Aufmerksamkeit geschenkt habe. Das mag daran liegen, dass Neil Young richtungsmäßig für mich nie eindeutig zu zuordnen war und seine musikalischen Highlights bereits in den 1970er Jahren lagen, die für mich als kleines Kind nicht greifbar waren. Als Jugendlicher und junger Erwachsener war Neil Young für mich dann irgenwie auch nicht "spektakulär" genug. Mittlerweile verspürte ich aber schon seit Langem den Drang, mir doch endlich mal eine Neil Young Platte in den Schrank zu stellen. Zweifellos gehört Neil Young zu den ganz Großen in der Rock&Pop-Geschichte und er hat eben auch etliche Songs, die mir beim Hören regelmäßig das Wasser in die Augen treiben, wie z. B.  "My, My, Hey, Hey", "On The Way Home" oder "Heart of Gold".  Dazu kommen noch wahre Rock-Klassiker wie "Rockin' On a Free World". So und jetzt kommt das eigentliche Problem dabei: Neil Young hat über 40 Solo-Alben veröffentlicht, zusätzlich unzählige Compilations und Live-Alben sowie eine Vielzahl von Gemeinschafts- und Nebenprojekten, beispielsweise mit Crosby, Stills & Nash. Wo fängt man bei so einem unscheinbaren Giganten an? ... Gar nicht! ... Die Musik und mithin das Album kommt von allein: Die Drogerie-Kette Müller hat hin und wieder Schallplatten im Angebot. Beim Durchwühlen bin ich fokussiert auf eben jene LP "Dorothy Chandler Pavilion Live 1971" gestoßen, fern ab von jenem Überangebot bei diversen Streamingdiensten oder anderen Online-Händlern. Da ich ja sowieso einen Fable für Live-Alben habe und zudem auch auf Unplugged-Performancies total abfahre, finde ich in vorliegender Platte einen idealen Einstieg für Neil Young in meinen Plattenschrank. Die Platte ist hervorragend produziert. Sie gibt diesen hervorragend authentischen Sound des Einzelperformers an Gitarre oder Klavier in Mitten einer Schar von Zuhörern wieder. Dazu ist die Songauswahl echt gut gelungen. Sie repräsentiert Neil Youngs "folkige" Ausrichtung zu Beginn der 1970er bestens. 

Bei Spotify reinhören.

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